Wissenswertes
Abfall des Sauerstoffgehaltes im Körper bei allen Wärmeanwendungen nachweisbar.
"Da aber auch das Atemvolumen ( Menge der ein- und ausgeatmeten Luft nicht zunimmt, weist das Blut vorübergehend weniger Sauerstoff auf. ........ Außerdem wird empfohlen sofort nach verlassen der Saunakabine den Freiluftbereich aufzusuchen. Dies ist nicht nur erforderlich, um das Sauerstoffbedürfnis zu befriedigen, sondern auch, um die Schleimhäute der Atemwege zu kühlen."
Aus: Gesundheit und Entspannung in der Sauna v. R.A. Pieper, Falken Bücherei
Anmerkungen von PHYSIOPERL:
Die vorübergehende Absenkung der Sauerstoffsättigung des Blutes
(durch die Puls-Oxymetrie gemessen) drückt sich immer durch einen Pulsanstieg aus. Diese O2 - Absenkung ist bei vollkommen Herz-Kreislaufgesunden wegen der Kürze des Saunaganges und der Muskelruhe i.d.R. unbedenklich. Dies gilt auch für Heißluft, Fangopackungen, Dampfbäder usw. In Infrarotkabinen zeigte sich bei mehr als 20 Minuten Verweildauer ein deutlich stärkerer Abfall der Sauerstoffsättigung als in der Sauna.
Sauerstoffanwendungen während der erhöhten Stoffwechselaktivitäten durch Wärmeanwendungen sind also grundsätzlich angezeigt. Beim Sauerstoff-Saunabad bleibt die Sauerstoffsättigung im optimalen Bereich. Die Atemluft ist angenehmer.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Sauerstoffsauna.de Website
PAULI-TEST
Prof. Böhmer führte im Rahmen der Forschungsarbeiten zum Wirksamkeitsnachweis des Saunabadens mit gleichzeitiger Sauerstoffinhalation den Pauli-Test durch.
Das, was der Pauli-Test misst, wird in der Literatur als "anhaltende Konzentration bei geistiger Tempoarbeit" umschrieben. Hierzu zählen auch Persönlichkeitsmerkmale wie "Festigkeit" gegen Ablenkungen und Störungen, Interferenzen, Motivation und Willenseinsatz sowie die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit für eine bestimmte Aufgabe aufrechtzuerhalten.
Im Ergebnis des Tests zeigten sich deutliche Steigerungen des Konzentrationsvermögens und eine Steigerung des Wohlbefindens.
14.02.02
An den Deutschen Sauna-Bund wurde die Frage gestellt:
"In meinem Saunabetrieb wird das Saunabaden in Verbindung mit einer Sauerstoffinhalation über eine Sauerstoffbrille angeboten. Nun habe ich gehört, dass bei einer unbegrenzten Sauerstoffanreicherung der Atemluft ein Lungenemphysem entstehen kann. Stimmt das?
Die Fachärztin für Allgemeinmedizin, sowie Chirotherapie und Sportmedizin Edda Neudörfl, Unterm Markt 10, 99310 Arnstadt antwortete:
Beim Saunabaden mit gleichzeitiger Sauerstoffinhalation wird die Atemluft mit reinem Sauerstoff angereichert und Sie können die Vorteile der O2-Sauna unbedenklich nutzen. Das Sauerstoffsaunabaden ist allen aktiven Menschen als zusätzliche Maßnahme zur Regeneration zu empfehlen. Zu Veränderungen des Lungengewebes (z.B. Lungenödem) kann es kommen, wenn nur reiner Sauerstoff 36 Stunden und länger kontinuierlich eingeatmet wird.
Aus therapeutischer Sicht gehören restriktive und obstruktive Ventilationsstörungen und auch das Lungenemphysem (z.B. Raucherlunge) zu den zahlreichen Indikationen für die Sauerstoffsauna, da sich der Kohlendioxidanteil im Blut als Hauptantriebsfaktor für die Atmung wesentlich verändert.
Die Beigabe des medizinischen Sauerstoffs während der Sauerstoffsauna wird in Liter pro Minute angegeben. Der Sauerstoffanteil in der Einatmungsluft wird bei einem Flow von 4l/min. auf etwa 35 % angehoben, bei 6 l/min. auf etwa 40 %. Außerdem darf der medizinische Sauerstoff nur zur Verbesserung der Atemluft und nicht der Raumluft eingesetzt werden. Raumluft wird zu Atemluft, wenn sie Mund oder Nase passiert.
In meinem, der Praxis angeschlossenen Saunabad empfehle ich Sauerstoffbaden neben der Krankheitsvorbeugung bei folgenden Krankheitsbildern bei einem fest eingestellten Flow von 4 l/min.:
Chronisches bronchitisches Syndrom
Allgemeine Hypoxie infolge respiratorischer Insuffizienz
Neigung zu gehäuften Virusinfekten im Nasen-Rachen-Bereich
Chronische rheumatische Gelenkentzündung, Enthesopathien, Bechterewsche Krankheit
Funktionelle wirbelsäulenbedingte Rückenbeschwerden
Störungen im Herz-Kreislaufsystem
Regulationsstörungen hyertoner und hypotoner Art
Formen örtlicher vasomotorischer Störungen (z.B. Stenokardien)
Zustand nach Herz-Kreislauf-Dekompensation, insbesondere zur Überwindung hypoxischer Gewebeschäden
Kreislaufversagen, Herzinsuffizienz, organische und funktionelle Kurzschlüsse Angiopathie (Stadien I – III n. Fontaine)
Gefäßbedingte örtliche Sauerstoffmangelzustände koronarer, zerebraler oder peripherer Lokalisation
Metabolisches Versagen oxydativer Prozesse (z.B. Fehlernährung, chronische Vergiftungen, Enzymopathie)
Chronisches endogenes Ekzem, Sklerodomie
Nach Untersuchungen von Prof. Dr. med. Krauß kommt es durch die Anhebung des arteriellen Sauerstoffspiegels und der gleichzeitigen Hyperthermie in der Sauna zu einer Anregung aller biochemischen Abläufe des Organismus.
Eine Vollbeatmung mit 100 % medizinischem Sauerstoff erfolgt nur unter ärztlicher Aufsicht und nicht während des Saunabades mit einem erhöhten Sauerstoffanteil in der Atemluft.
Quelle: Saunabetrieb & Bäderpraxis 3/2001 des
Deutschen Sauna-Bundes in Bielefeld
http://www.sauna-bund.com
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Sauerstoffsauna.de Website

